Quelle : http://www.pcgameshardware.de/aid,67...-RAM/CPU/Test/
AMDs Core-2-Gegner im neuen Sockel
Phenom II X4 für AM3 im CPU-Test: Phenom mit DDR3-RAM
AMD vervollständigt die Phenom-II-Reihe mit fünf neuen Mittelklasse-CPU-Modellen, die vor allem eine Neuerung mitbringen: den Sockel AM3 für DDR3-RAM.
Zwei der fünf neuen Modelle: Phenom II X3 720 BE (links) und Phenom II X4 810
"AMD ist zurück im Spiel": So lautete unser Fazit nach dem Test des Phenom-II-Prozessors, denn er machte seinen mäßig erfolgreichen Vorgänger vergessen und brachte AMD wieder auf Augenhöhe mit Intels Core 2 Quad - bei niedrigeren Preisen. Doch nur einen Monat später legt AMD nach und zündet heute eine weitere CPU-Stufe: den Phenom II für den Sockel AM3 samt DDR3-Unterstützung.
Rückblick: AMD Phenom II
Der Phenom II X4 mit Codenamen Deneb löst die erste vierkernige Phenom-Generation ab, auch bekannt als K10 oder Agena. Der Wechsel von 65- auf 45-Nanometer-Technik senkt Kosten sowie Leistungsaufnahme und soll höhere Taktfrequenzen erlauben, zugleich wuchs der L3-Cache von 2 auf 6 MiByte. Die ersten beiden Phenom-II-Modelle waren der X4 940 BE mit 3 Gigahertz und der mit immerhin 2,8 GHz getaktete X4 920 - beide arbeiten also mit höherer Frequenz als der schnellste Ur-Phenom, der X4 9950 BE mit 2,6 GHz. Dank dieser und weiterer Verbesserungen erreicht der 940 BE das Leistungsniveau eines teureren Core 2 Quad Q9550. Als AM2+-Prozessor passt der Phenom II in viele vorhandene Mainboards und nutzt ausschließlich DDR2-RAM - bis jetzt.
Phenom II X4 810 (AM3)
Phenom II, die Zweite
AMD hatte eine weitere Neuerung in petto, die Unterstützung von DDR3-Speicher. Intels Core 2 kann mithilfe bestimmter Mainboard-Chipsätze schon lange mit dem neuen Standard umgehen, der höhere Speicherfrequenzen erlaubt; der Controller des Core i7 versteht sich sogar nur noch mit DDR3-RAM. Nun zieht der Phenom II nach, die fünf neuen Modelle vom X3 710 bis zum X4 910 (siehe Tabelle unten) kommen ebenfalls mit DDR3-Speicher zurecht. Dies gelingt ihnen allerdings nur, wenn sie auf einer AM3-Platine zum Einsatz kommen - steckt man sie in den alten Sockel AM2+, sind sie wie gehabt auf DDR2 angewiesen und unterscheiden sich technisch kaum noch von den reinen AM2+-Modellen 920 und 940 BE.
So sieht es AMD auch vor: Im Gegensatz zu den neuen Prozessoren hat AMD den zugehörigen Sockel AM3 noch gar nicht offiziell vorgestellt, das wird wohl erst im März oder gar noch später geschehen. Daher empfiehlt der Hersteller auch, Tests auf ausgereiften AM2+-Platinen durchzuführen. Damit geht allerdings der potenzielle DDR3-Vorteil verloren, wir haben die Mehrzahl unserer Messungen daher auf einer AM3-Platine samt DDR3-RAM durchgeführt. Die Platinen sind final, durch frische BIOS-Versionen kaum noch Änderungen an der Performance zu erwarten - dennoch ist unser Test eher als eine AM3-Vorschau zu werten. Zum Vergleich testen wir den X4 810 aber auch auf einer AM2+-Platine mit DDR2 und ermitteln so den Vorteil des teureren DDR3-RAMs (siehe Cinebench-Test).
Fünf neue Modelle stellt AMD vor, zwei davon auch für den Einzelhandel.
Phenom II AM3: Die neuen CPUs im Detail
Fünf Prozessoren entlässt AMD am heutigen 9. Februar auf den Markt: Unterhalb von X4 940 BE und 920 platziert sich der Phenom II X4 910 mit 2,6 GHz. Als neue Vierkern-Einsteigerklasse dient aber die 800er-Serie, den Anfang machen hier der X4 810 (2,6 GHz) und der 805 (2,5 GHz); im Gegensatz zu den 900ern müssen diese mit 4 statt 6 MiByte L3-Cache auskommen, was die meisten Spiele aber nicht weiter stören sollte. All diese Prozessoren tragen weiterhin Deneb-Technik in sich - genau wie der neue Dreikerner X3, auch wenn er den Namen Heka verpasst bekam. In ihm sind nur drei Kerne aktiv, sodass er sich auch mit 3 x 512 KiByte, also insgesamt 1,5 MiByte L2-Cache bescheiden muss. Dafür darf er über die vollen 6 MiByte L3-Speicher verfügen. Als 720 BE mit offenem Multiplikator arbeitet er mit 2,6 GHz, der 710 als kleinster Neuling kommt auf 2,5 GHz. Später ist noch mit zweikernigen Modellen zu rechnen, die aber (wie der X2 7750 BE) vermutlich nicht Phenom, sondern Athlon heißen werden.
Phenom II X4 810: CPU-Z erkennt zwar den Prozessor, nicht aber seinen Sockel. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Für alle Neuen erhöht AMD den Takt der Hypertransport-Schnittstelle von 1.800 (Phenom II AM2+) wieder auf jene 2.000 MHz, mit denen schon das alte Topmodell 9950 BE arbeitete; die schnellere Anbindung an den Mainboard-Chipsatz verspricht aber kaum mehr Leistung. Sonst bleibt die Architektur des Phenom II unangetastet.
Prozessor Codename Kerne Takt Multipl. HT-Takt L2-Cache L3-Cache Sockel RAM-Contr. TDP Termin
Phenom II X4 940 BE Deneb 4 3,0 GHz 15 (offen) 1.800 MHz 2 MiByte 6 MiByte AM2+ DDR2 125 W Januar 2009
Phenom II X4 920 Deneb 4 2,8 GHz 14 1.800 MHz 2 MiByte 6 MiByte AM2+ DDR2 125 W Januar 2009
Phenom II X4 910 Deneb 4 2,6 GHz 13 2.000 MHz 2 MiByte 6 MiByte AM3/AM2+ DDR3/DDR2 95 W Februar 2009
Phenom II X4 810 Deneb 4 2,6 GHz 13 2.000 MHz 2 MiByte 4 MiByte AM3/AM2+ DDR3/DDR2 95 W Februar 2009
Phenom II X4 805 Deneb 4 2,5 GHz 12,5 2.000 MHz 2 MiByte 4 MiByte AM3/AM2+ DDR3/DDR2 95 W Februar 2009
Phenom II X3 720 BE Heka 3 2,8 GHz 14 (offen) 2.000 MHz 1,5 MiByte 6 MiByte AM3/AM2+ DDR3/DDR2 95 W Februar 2009
Phenom II X3 710 Heka 3 2,6 GHz 13 2.000 MHz 1,5 MiByte 6 MiByte AM3/AM2+ DDR3/DDR2 95 W Februar 2009
Phenom X4 9950 BE Agena 4 2,6 GHz 13 (offen) 2.000 MHz 2 MiByte 2 MiByte AM2+ DDR2 125/140 W 2008
Phenom X3 8850 BE Toliman 3 2,5 GHz 12,5 (offen) 1.800 MHz 1,5 MiByte 2 MiByte AM2+ DDR2 95 W 2008




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